Die RCS-Revolution hat begonnen

Smartphones mit Anwendungen wie Ticketversand und Chat

Google hat nun tatsächlich damit begonnen in Grossbritannien und Frankreich RCS (Rich Communication Services) in Google Messages zu implementieren. Grosse Veränderungen zur ehemaligen Anwendung gibt es nicht. Einige spannende Features wie der Browser-Client oder die Steuerung des SMS-Fallback auf Kontaktebene sind positiv aufgefallen. Negativ ins Gewicht fällt die fehlende Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung. 9to5google.com hat die neuen Funktionen getestet.

Google hat nun tatsächlich damit begonnen in Grossbritannien und Frankreich RCS (Rich Communication Services) in Google Messages zu implementieren. Grosse Veränderungen zur ehemaligen Anwendung gibt es nicht. Einige spannende Features wie der Browser-Client oder die Steuerung des SMS-Fallback auf Kontaktebene sind positiv aufgefallen. Negativ ins Gewicht fällt die fehlende Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung. 9to5google.com hat die neuen Funktionen getestet.

Die Funktion steht ab sofort allen Nutzern von Google Messages in Grossbritannien und Frankreich zur Verfügung. In verschiedenen Online-Foren wird auch aus anderen Ländern berichtet, dass RCS-Funktionen aufgeschaltet wurden. Dies hängt anscheinend davon ab, welche Geräte, Mobilanbieter und Chat-Anwendung verwendet werden. Es muss jedoch Google Messages als Standard-Messaging-Anwendung oder Samsung Messages vorhanden sein.

Noch nicht so weit wie iMessage von Apple & Co.

Man kann Bilder, Sticker, GIFs, Video und Audio versenden. Alle Benachrichtigungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Sogar PDF- oder apk-Dateien lassen sich problemlos verschicken. Videodateien dürfen nicht grösser als 105 MB sein. Wieso es diese Begrenzung gibt, ist unklar. AR (Augmented Reality Features) sind keine vorhanden. Genauso wenig ist möglich, AR-gestylte Emojis an Freunde zu senden, wie es beispielsweise innerhalb der Apple Gemeinschaft schon länger möglich ist. Da hat Google noch einige Hausaufgaben zu erledigen.

Keine drastischen Änderungen

Das Handling von Google Message fühlt sich wie zuvor an. Drastische Änderungen gab es keine. Oberhalb des Sende-Buttons erscheinen jetzt neu die drei Buchstaben «SMS». Dadurch ist direkt ersichtlich, ob die Nachricht via RCS oder klassischer Textnachricht zugestellt wurde.

Mit Browser-Client für den Desktop

Wer den Browser-Client auf seinem Desktop verwenden möchte, darf sich freuen. Dies funktioniert mit RCS tadellos. Bilder, Video, Audio usw. können direkt vom Desktop versendet werden. Alle Benachrichtigungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung.

Ein Smartphone und ein Desktopbildschirm zeigen einen Chatverlauf von Google Messages.
Für Benutzer, die es bevorzugen am Desktop zu kommunizieren ist der Client ein gelungenes Feature (Bildquelle: Google).

SMS-Fallback für jeden einzelnen Kontakt definieren

Wie bei iMessage können durch einen längeren Touch die Nachrichtendetails eingesehen werden. Im selben Menü befinden sich die Einstellungen für den SMS-Fallback. Es stehen die folgenden Optionen zur Verfügung: «immer erneut als SMS/MMS senden», «erneut als SMS/MMS senden, falls kein Roaming aktiv ist», «vor dem Senden immer fragen» und «nie erneut als SMS/MMS senden». Sprachnachrichten sind einfach aufzunehmen, aber die Qualität ist schlecht. Es empfiehlt sich, eine Nachricht mit einer anderen Anwendung aufzuzeichnen und dann via Chat zu versenden.

Was Google wirklich gut gemacht hat, ist die Möglichkeit, jedem einzelnen Kontakt zuzuordnen zu können, in welchem Format die Meldungen zugestellt werden sollen (z. B. immer erneut als SMS/MMS verwenden). Dies ist sehr hilfreich, um die Kosten auch in Gebieten mit schlechter WLAN-Abdeckung im Griff zu behalten.

Erfahrung in den Märkten mit RCS sammeln

Für den Suchmaschinen-Giganten ist es in den kommenden Wochen sehr wichtig, Erfahrungen und Daten im alltäglichen Einsatz von RCS zu sammeln. Nur so kann ein stabiler Service angeboten werden, der die Basics eines Messengers, wie das Versenden von Bildern, Sticker, GIFs, Videos und Audio-Nachrichten, erfüllt.

Ein Smartphone zeigt den Chatverlauf von Google Messages.
Die Basis für einen erfolgreichen Messenger ist gelegt. Aber für die effiziente Fortentwicklung müssen weitere Daten aus der direkten Anwendung der User gesammelt und ausgewertet werden (Bildquelle: Google).

Killerkriterium Sicherheit!

Die Sicherheit von RCS betreffend oder genauer über eine funktionierenden Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung ist nach wie vor noch nichts Konkretes bekannt. Mit dem heutigen technischen Stand können potenziell alle sensiblen Daten relativ einfach eingesehen oder abgefangen werden. Im Business Segment ein absolutes No-Go und Killerkriterium.

Fazit

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Gesamterfahrung war ziemlich positiv. Aber da auch in Grossbritannien und Frankreich die Mehrzahl der Menschen bereits einen Messenger benutzen, wird es für Google sehr schwer sein der Konkurrenz aus dem Zuckerberg-Imperium Marktanteile abzujagen. Weshalb soll jemand seine bewährte Chat-Anwendung mit Google Messages ersetzen, ohne dass er neue spannende Funktionen erhält, die der gewohnte Chat-Client längst kann?
Wir bleiben an der Thematik dran und berichten erneut, sobald neue Fakten bekannt sind.

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Titelbild: Mit RCS-Nachrichten können eine Vielzahl an verschiedenen Use Case bedient werden. (Bild: Google Messages)

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